ZIP Psychosomatik allgemein_AdobeStock © stivog_Banner_1240x400

Psychosomatische Störungen

Etwas „schlägt mir auf den Magen“, „bereitet Kopfzerbrechen“ oder jemandem „läuft eine Laus über die Leber“. Diese Redewendungen zeigen eindrücklich, dass unsere Psyche manchmal durch körperliche Empfindungen ausdrückt, dass es ihr nicht gut geht. Doch die Wechselwirkungen zwischen Körper und Psyche sind oft weitaus komplexer.

Im Sinne des biopsychosozialen Krankheitsmodells haben alle Erkrankungen sowohl physische und psychische als auch soziale Aspekte. Lebenskrisen, traumatische Erlebnisse oder seelische Belastungen können körperliche Beschwerden auslösen bzw. verstärken. Genauso können aber auch körperliche Erkrankungen psychisch belastend sein. Die Belastungen und Beschwerden haben ebenfalls einen Einfluss auf das soziale System und die Umwelt, genauso kann aber auch das Umfeld krank machen (Arbeit, Familie, Partnerschaften, etc.).

Psychosomatische Erkrankungen lassen sich demnach in drei große Gruppen unterteilen.

  • Primär psychische Erkrankungen: Hierunter fallen zum Beispiel Depressionen, Essstörungen und Angststörungen.

  • Primär physische Symptome, die durch somatische Vorbefunde bislang nicht oder nicht ausreichend erklärt werden konnten (Somatoforme Störungen): Typische Beschwerden können u.a. Schmerzen, Herzrasen oder Durchfälle sein.

  • Chronische somatische Erkrankungen sowie psychosomatische Erkrankungen, die zu psychische Belastungen geführt haben und / oder an denen psychische Faktoren bei Entstehung und Verlauf mitwirken (z. B. rheumatische Erkrankungen, CED, Herz-Kreislauf-Erkrankungen).

Die Breite und Komplexität dieser Erkrankungen erfordern eine differenzierte Diagnostik und individuelle Therapie. Hierfür steht Ihnen ein großes Angebot und ein interdisziplinäres Team zur Verfügung.


Gesundheitsforum: Somatische Belastungsstörung - Was kann ich tun?