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Informationen für Ärzte und Therapeuten

Sehr geehrte, liebe Kolleginnen und Kollegen,

herzlich willkommen auf den Seiten der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie des Zentrums für Integrative Psychiatrie, Campus Kiel, wo wir Ihnen gerne die wichtigsten Informationen über die Klinik sowie unsere Behandlungsmöglichkeiten geben möchten.

In der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -Psychotherapie stehen 40 vollstationäre Behandlungsplätze zur Verfügung, die sich auf unsere Kinderstation, die Therapiestation für Jugendliche sowie die Intensivtherapiestation verteilen. Darüber hinaus verfügt unsere Tagesklinik über 15 Behandlungsplätze, die sich auf zwei altersmäßig getrennte Gruppen verteilen.

In unseren Stationen und in der Tagesklinik arbeiten multiprofessionelle Teams, die aus Ärzten, Psychologen, Gesundheits- und Krankenschwestern und -pflegern, Erziehern, Ergotherapeuten sowie Physiotherapeuten bestehen. Wir behandeln alle Störungsbilder aus dem Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie, mit Ausnahme von Drogenabhängigkeit und ausgeprägter geistiger Behinderung.

Auf Einweisung eines Kassenarztes und nach eigener vorheriger ambulanter Untersuchung und Indikationsstellung werden Kinder und Jugendliche zur vollstationären oder tagesklinischen Behandlung bis zum vollendeten 18. Lebensjahr aufgenommen.

Die Behandlung der Kinder und Jugendlichen erfolgt leitlinienorientiert nach eigens ausgearbeiteten Konzepten mit dem Schwerpunkt auf der kognitiven Verhaltenstherapie und beinhaltet unter anderem Einzel- und Familientherapie, gruppentherapeutische Angebote, ergotherapeutische und physiotherapeutische Förderung, sportliche Aktivitäten, Theatergruppen, Werkgruppen und vieles andere mehr.

Notfallvorstellung/ Aufnahme/ Allgemeine Informationen

Notfallvorstellungen können bei drohender akuter Eigen- oder Fremdgefährdung selbstverständlich rund um die Uhr erfolgen. Wenden Sie sich hierfür bitte an die Notfallambulanz des Zentrums für Integrative Psychiatrie
Telefon: 0431 500-98181.

Darüber hinaus steht Ihnen das Stationssekretariat der Klinik (Telefon: 0431 500-98303) für reguläre Anmeldungen von Patientinnen und Patienten für den vollstationären oder tagesklinischen Bereich sehr gerne zur Verfügung. Die angemeldeten Patientinnen und Patienten werden dann von den in dem jeweiligen Bereich tätigen ärztlichen und psychologischen Kolleginnen und Kollegen zu einem Vorgespräch eingeladen, wo ihnen die unterschiedlichen Behandlungszweige der Klinik ausführlich dargestellt werden und - je nach Indikation - eine entsprechende Zuordnung für einen Bereich vorgenommen werden kann. Hierdurch möchten wir noch gezielter auf die Bedürfnisse und Erwartungen der Patientinnen und Patienten sowie ihrer Familien eingehen.

An welche Zielgruppe richtet sich unser Angebot?

In unserer Kinderstation behandeln wir Patientinnen und Patienten ab einem Alter von 6 Jahren bis zu einem Alter von ungefähr 13 Jahren. Schwerpunktmäßig behandeln wir hier Patientinnen und Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungen mit und ohne Störungen des Sozialverhaltens, emotionale Störungen, Störungen der Ausscheidungsfunktionen sowie Störungen aus dem autistischen Formenkreis.

In unserer Therapiestation für Jugendliche konzentrieren wir uns insbesondere auf die Behandlung von jugendlichen Patientinnen und Patienten mit Essstörungen (Anorexia und Bulimia nervosa sowie Binge Eating Störungen), depressiven Erkrankungen, Angststörungen und Störungen der Emotionsregulation sowie Zwangsstörungen und Schulvermeidung.

In der fakultativ geschlossenen Intensivtherapiestation behandeln wir Patientinnen und Patienten in Krisensituationen bei akuter Eigen- und/oder Fremdgefährdung, darüber hinaus aber auch Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis. Auch bieten wir in dieser Station Patientinnen und Patienten mit beispielsweise schwer ausgeprägten Essstörungen an, diese über intensivierte Maßnahmen auf die Therapiestation für Jugendliche vorzubereiten.

Das Behandlungsangebot der Tagesklinik richtet sich im Kinderbereich vornehmlich an Patientinnen und Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungen, emotionalen Störungen, Angst- und Zwangsstörungen, Lern- und Leistungsstörungen sowie Störungen der Ausscheidungsfunktionen. Im Jugendbereich bestehen Behandlungsschwerpunkte für Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen, Emotionsregulationsstörungen, Essstörungen sowie psychotische Störungen, sofern das tagesklinische Behandlungssetting hinsichtlich des Schweregrades bereits geeignet ist.

Ergänzende Angebote

Selbstverständlich können sich die Eltern bzw. Sorgeberechtigten darauf verlassen, dass alle therapeutischen Schritte ausführlich mit Ihnen abgesprochen werden. Deshalb ist die regelmäßige Teilnahme an den Eltern- und Familiengesprächen ausgesprochen wichtig für einen intensiven Informationsaustausch zwischen den Eltern und dem therapeutischen Team.

Zusätzlich zu unseren intensiven therapeutischen Maßnahmen integrieren wir kreativ-gestalterische Bereiche, aber auch körperorientierte Behandlungsverfahren in unser Konzept. Darüber hinaus finden wir sportliche Aktivitäten für unsere Patientinnen und Patienten ausgesprochen wichtig, so dass außerdem angeleitete physiotherapeutische Einzel- und Gruppenbehandlungen, regelmäßiges Schwimmen, Sportstunden sowie einmal pro Woche ein durch einen ausgebildeten Trainer angeleitetes Tennistraining stattfinden. Ergänzend haben wir auch die tiergestützte Therapie mit dem Therapiehund Snow in unser therapeutisches Konzept mit aufgenommen.

Selbstverständlich arbeiten wir eng mit den ambulanten Therapeuten, den Heimatsschulen sowie bei Bedarf den zuständigen Jugendämtern unserer Patientinnen und Patienten zusammen. Die Behandlungskonzepte unserer Klinik sind natürlich eng mit denen des Ambulanzzentrums unseres Hauses abgestimmt. Auch können Sie auf den Seiten des Ambulanzzentrums ausführlichere Beschreibungen der einzelnen Störungsbilder finden.

Darüber hinaus sind wir über ein ergänzendes ambulantes Angebot in der Lage, Patientinnen und Patienten nach langen stationären oder tagesklinischen Aufenthalten zur Überbrückung, bis die ambulanten Vorbehandler die Behandlung wieder übernehmen können, ambulant zu betreuen.

Schulunterricht

Für unsere schulpflichtigen Patientinnen und Patienten wird der Schulunterricht täglich durch die Klinikschule (Fachbereich Krankenhausunterricht) in Kleingruppen gewährleistet. Auf diese Weise können wir auch die schulischen Belange unserer Patientinnen und Patienten deutlich besser diagnostisch und therapeutisch in die Behandlung einfließen lassen.

Zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren und uns Ihre Anliegen vorzutragen.

Wir werden gerne gemeinsam mit Ihnen eine Lösung zum Wohle ihrer Patientinnen und Patienten finden.

Herzliche Grüße
Ihre Prof. Dr. Dr. L. Baving
Direktorin der Klinik