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Station P3 - psychotische Störungen

Unser Angebot richtet sich vorwiegend an Menschen mit einer psychotischen Störung. Dabei handelt es sich um Zustände bei denen es zu sonderbaren Erlebnissen wie zum Beispiel Fehlinterpretationen der Umwelt oder Trugwahrnehmungen kommen kann. Häufig sind in im Rahmen dieser Erkrankungen auch Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnis und Antrieb gestört.

Das Behandlungsziel ist, eine möglichst hohe Lebensqualität für die betroffenen Menschen wiederzuerlangen. Die Behandlung findet unter offenen Bedingungen statt.

Ein wichtiger Bestandteil der Behandlung sind Gespräche und Aufklärung. Die Betroffenen werden ärztlich und psychotherapeutisch im Rahmen von Einzelkontakten, Visiten und Gruppengesprächen betreut. Wöchentlich findet eine Psychoedukationsgruppe statt, in der Informationen zur Erkrankung und Behandlung vermittelt werden. Wichtig ist uns die Einbeziehung von Angehörigen in die Therapie, sofern dies möglich und erwünscht ist.

Das pflegerische Team arbeitet nach dem Konzept der Bezugspflege, hierbei werden die Betroffenen von einer für sie zuständigen Schwester oder einem Pfleger betreut.

Wir sind überzeugt, dass die Betroffenen bei Psychosen von einer medikamentösen Behandlung profitieren. Daher empfehlen wir eine moderne leitlinienorientierte Medikamentenbehandlung.

Die therapeutische Betreuung der Patienten erfolgt durch die jeweiligen Stationsärzte, Psychologinnen und den zuständigen Oberarzt Prof. Dr. med. R. Göder. Dem pflegerischen Team gehören speziell psychiatrisch ausgebildete Pflegekräfte an. Zum Team gehören weiterhin Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Physikalischen Therapie, der Ergotherapie, des Sozialpädagogischen Fachdienstes und der Musiktherapie.

Aufnahme/ Allgemeine Informationen

Behandlungsangebote

Zu den Therapieverfahren gehören Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie und des Integrierten psychologischen Therapieprogramms der Psychosen (IPT). Neben der Psychoedukationsgruppe findet wöchentlich eine Gesprächsgruppe zum Üben sozialer Kompetenz und Resilienz statt.

Wesentlichen Anteil an der Behandlung haben auch lebenspraktische Gesichtspunkte, zum Beispiel das Aufrechterhalten alltäglicher Tätigkeiten, körperliche Fitness und Kontakte zu anderen Menschen. Vom pflegerischen Team werden Hilfen bei der Tagesstrukturierung gegeben.

Wenn Betroffene zusätzlich Substanzen zu sich nehmen, die gesundheitsschädlich sind und Abhängigkeiten erzeugen, führen wir Entgiftungsbehandlungen durch und unterstützen den allmählichen Verzicht auf Suchtmittel.

Die Ergotherapie bietet den Betroffenen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten mittels handwerklich-gestalterischer Tätigkeit zu üben. Zusätzlich wird ein Gedächtnis- und Konzentrationstraining durchgeführt sowie eine wöchentliche Kochgruppe. Die Ergotherapie erfolgt in Einzel- oder Gruppenbehandlungen, sie findet sowohl im stationären als auch im ambulanten Rahmen statt.

Die Physiotherapie ermöglicht die Teilnahme an Gymnastik, Kneippen, Sparziergang und Sport und bietet außerdem eine Trommelgruppe an.

Die Wiedereingliederung in das soziale und berufliche Leben nimmt einen großen Raum ein. Der Sozialpädagogische Fachdienst bietet Hilfe und Beratung an, um Lösungen für Probleme des sozialen, beruflichen oder finanziellen Alltags zu finden. Kontakte zu anderen Kliniken, ambulanten Einrichtungen und zu anderen Hilfsangeboten können vermittelt werden.

Ergänzende Angebote

Nachstationäre Angebote
Direkt im Anschluss an die stationäre Therapie besteht die Möglichkeit der nachstationären ambulanten Behandlung durch die vertrauten Psychologinnen und Ärzte der Station.

Angehörigengruppe:
Da die Erkrankung an einer psychischen Störung auch für das Umfeld des Erkrankten belastend sein kann, bietet das ZIP einmal monatlich eine Gruppe für Angehörige an. Unter fachlicher Leitung dient sie dem moderierten Erfahrungsaustausch und findet an jedem ersten Dienstag im Monat von 18.30 bis 20 Uhr in der Tagesklinik am Niemannsweg 147 statt.

Stationsleitung

Prof. Dr. Robert Göder

Zentrum für Integrative Psychiatrie ZIP gGmbH, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Campus Kiel
Oberarzt
Tel.: 0431 500-98102Fax: 98102