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Ergänzende Therapien

Kunsttherapie

Alles kann, nichts muss!

Es hat nichts mit Kunstunterricht zutun und eine künstlerische Begabung ist nicht erforderlich.

Das einzige was gebraucht wird ist ein bisschen Mut und Lust darauf sich mit Hilfe von kreativen Materialien und der Unterstützung des Therapeuten Ausdruck zu verschaffen.

Nicht das Erschaffen von Kunst nimmt in dieser Therapieform den Mittelpunkt ein. Einen Zugang zu seiner "inneren Welt" zu bekommen, Gefühlen eine Form, ein Gesicht zu geben und sich mit sich selbst und seinem Innern auseinanderzusetzten stehen zentral, sowie sich selbst zu wertschätzen und neue Sichtweisen zu entdecken.

Das Kennenlernen, Experimentieren und Arbeiten mit verschiedenen "künstlerischen" Materialien, nicht allein Stift und Farbe, sondern auch Ton, Holz, Papier, Stoff…etc. können in der Kunsttherapie für das Finden und Festigen des persönlichen Ausdrucks genutzt werden um sich selbst wieder ein Stück näher zu kommen.

"Kunst gibt nicht das sichtbare wieder, sondern macht sichtbar" (Paul Klee)

Ergotherapie

(aus dem Griechischen: "ergon"= tätig sein, Handlung + "therapeia"= Heilung, Hilfe)

Ergotherapie ist ein medizinischer Heilberuf und nimmt im Heilungsprozess vieler psychisch erkrankter Menschen eine wichtige Rolle ein.

Ergotherapeut*innen stellen das Handeln ihrer Klient*innen in den Mittelpunkt.

Unter Berücksichtigung der psychiatrisch erkannten Krankheitsbilder fließen in die ergotherapeutische Behandlung besonders die persönlichen Stärken unserer Klient*innen ein. Durch Auswahl passender Methoden (Wege) und Medien (Mittel) unterstützen und begleiten wir sie beim Aufbau von Handlungskompetenz.

Die Ergotherapie ist an mehreren Standorten des ZIP vertreten. Wir arbeiten im Kinder/Jugend- und Erwachsenenbereich stationär, teilstationär und ambulant in Gruppen- und Einzeltherapien.

Ziele der Behandlung können sein:

  • Sich der eigenen Stärken bewusst werden und diese für sich nutzen

  • Interaktionelle Kompetenzen stärken

  • Hilfsmittel, Hilfestellungen und Hilfesysteme kennen und für sich sinnvoll gebrauchen

  • Erreichen und Erhalten größtmöglicher Selbständigkeit

  • Selbstwirksamkeit erfahren

Wir ermöglichen unseren Klienten und Klientinnen:

  • Ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten handwerklich einzubringen

  • Kreativ-gestalterische Ausdrucksmöglichkeiten zu finden

  • Alltagswichtige Abläufe und Tätigkeiten praktisch zu üben

  • Hirnleistungstraining (z.B. Cogpack, Freshminder)

  • Üben von Handlungsplanung und Problemlösestrategien

  • Einsatz verschiedener Behandlungsmethoden

Musiktherapie

"Musik spricht dort, wo Worte fehlen." (Hans Christian Andersen)

In der Musiktherapie werden verschiedene musikalische Elemente angewendet, um an den therapeutischen Zielen des Patienten/der Patientin zu arbeiten.

Dabei steht das eigene Erleben des Patienten/der Patientin im Fokus der Musiktherapie.

Durch das aktive Gestalten in der Musiktherapie, wie z.B. das Singen von Liedern, das Improvisieren mit bestimmten Musikinstrumenten und/oder das Trommeln auf Rhythmusinstrumenten kann der therapeutische Prozess verstärkt und unterstützt werden. Rezeptive Musiktherapiemethoden, wie z.B. das Hören bestimmter Musik, können ebenfalls eine positive Wirkung auf den therapeutischen Prozess haben und dem Patient/der Patientin Entspannung und Ruhe bieten.

Die Musiktherapie kann eine Rolle spielen bei der Förderung der emotionalen und körperlichen Gesundheit und sich auf das allgemeine Wohlbefinden des Patienten/der Patientin auswirken.

Musikalische Vorkenntnisse sind bei der Musiktherapie nicht erforderlich, da nicht die musikalischen Fähigkeiten im Zentrum der Therapie stehen, sondern das eigene Erleben und der Prozess des Patienten/der Patientin.

In der Musiktherapie erhält der Patient/die Patientin die Möglichkeit sich selbst und seine Umwelt wahrzunehmen, zu verstehen und sich individuell auszudrücken, wodurch neue Perspektiven eröffnet werden können. Ebenso können bestimmte Handlungen ausprobiert und mit Verhaltensmustern experimentiert werden, die betrachtet, analysiert und gegebenenfalls verändert werden können.

Die musikalischen Methoden und Interventionen können die soziale Interaktion, sowie die Kommunikation des Patienten/der Patientin unterstützen.

Dieses Erleben kann eine Wirkung haben auf das Selbstbild der Person und diese beeinflussen und verändern. 

Durch das Medium Musik können beispielsweise "verlorene" Ressourcen zugängig gemacht, gefördert und wiederhergestellt werden.

Zusammengefasst kann gesagt werden, dass Musiktherapie einen positiven Einfluss auf diverse Bereiche haben und somit zu dem therapeutischen Prozess des Patienten/der Patientin beitragen kann.

Physiotherapie + Bewegungstherapie

Physikalisch-therapeutische Maßnahmen der Physio- und Bewegungstherapie wirken sich nicht nur auf das körperliche Wohlbefinden, sondern auch auf die psychische Gesundheit äußerst positiv aus. Daraus ergibt sich ein große Bedeutung in der Behandlung psychisch Erkrankter.

Was ist Physiotherapie?

Das Wissen um die Heilwirkung von Bewegung war schon den ältesten Kulturen bekannt. Sie gehört zu den natürlichen Heilverfahren und nutzt die aktive und passive Bewegung des Menschen / Behandlungsmethode, um Erkrankungen vorzubeugen und zu heilen.

Ziel der Behandlung ist es, die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers wiederherzustellen, zu verbessern oder zu erhalten, die häufig mit psychiatrischen und psychosomatischen Erkrankungen einhergehen.

Infolgedessen benötigen viele Patienten mit körperlichen Begleiterkrankungen aus den verschiedensten medizinischen Fachbereichen ( Neurologie, Chirurgie, Orthopädie, Innere Medizin, Gynäkologie ) und den Folgeerkrankungen des psychiatrischen Krankheitsbildes, eine physiotherapeutische Versorgung.

Bewegungstherapie

In der Bewegungstherapie werden mit geeigneten Mitteln der Bewegung die Bereiche Wahrnehmung, Bewegungserlebnis, Sozialisation, Handlungskompetenz gefördert, sowie die sportlichen Bereiche Koordination, Kraft und Ausdauer verbessert.

Motorische Handlungsfähigkeit steht in einer engen Wechselbeziehung zu emotionalem Erleben, zu sozialen und kognitiven Entwicklungsprozessen.

Bewegungsgruppen

in der Erwachsenenpsychiatrie

  • Hockergruppe

  • gerontopsychiatrische Gruppe

  • Rücken- / Wirbelsäulen-Gruppe

  • Atemtherapie für Angst-und Panik-Pat.

  • Qi Gong

  • Sport & Drum's

  • Nordic Walking

  • Skillsgruppe

  • Hydrotherapie

in der Kinder-und Jugendpsychiatrie

  • Sportgruppen / Bewegungsgruppen

  • Ausdauergruppe

  • Besuch des Hallenschwimmbades

All diese Maßnahmen sollen dem Patienten u.a. Erfolgserlebnisse vermitteln. Weitere Ziele sind ein erweiterter Aktionsradius, Eigeninitiative, zwischenmenschlicher Kontakt und das Vermitteln von Freude an der Bewegung.

In der Regel wird die Bewegungstherapie in Gruppen durchgeführt. Die Therapien finden in den Bewegungsräumen, auf den Stationen, auf dem Klinikgelände oder in der Natur statt.

Physiotherapeutische Einzel-und Gruppentherapien werden auf Verordnung des behandelnden Stationsarztes durchgeführt.