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Aufmerksamkeits-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Die ADHS ist eine der häufigsten psychischen Störungen des Kindes- und Jugendalters. Sie ist gekennzeichnet durch die drei Kernsymptome Aufmerksamkeitsstörung und/oder Impulsivität und Hyperaktivität. Diese Symptome liegen in einem abnormen Ausmaß in Bezug zur Altersnorm vor und führen situationsübergreifend zu deutlichem Leiden und/oder Einschränkungen der sozialen, schulischen bzw. beruflichen Funktionsfähigkeit. Die Symptome der ADHS weisen entwicklungsabhängige Veränderungen auf, so dass in den verschiedenen Altersstufen die verschiedenen Symptomdimensionen in unterschiedlicher Ausprägung vorliegen können. Die Entstehungsbedingungen sind heterogen und bislang noch nicht vollständig geklärt. Fest steht, dass multiple miteinander agierende Faktoren an der Ätiologie der ADHS beteiligt sind. Dabei spielen vor allem genetische Prädispositionen und prä-, peri- und frühe postnatale Umwelteinflüsse eine entscheidende Rolle. Im Kindes- und Jugendalter liegt die Häufigkeit nach der KiGGS-Studie des Robert-Koch-Instituts bei etwa 5 %. Für das Erwachsenenalter konnte auf Grundlage von DSM-IV Kriterien in einer Metaanalyse von sechs Studien eine Prävalenz von 2.5 % festgestellt werden. In etwa 50-66% der Fälle persistiert die ADHS somit ins Erwachsenenalter. Die Kernsymptome Aufmerksamkeitsstörung, motorische Unruhe sowie gesteigerte Impulsivität der ADHS können jedoch ebenso auf anderen Störungen beruhen. So ist eine Störung der Konzentration ein unspezifisches Symptom, das bei vielen psychischen Störungen wie z. B. Depression, Angststörungen oder somatischen Erkrankungen auftreten kann.

Eine multimodale Behandlung der ADHS verbessert die Prognose und den Verlauf der Störung. Eine erfolgreiche Behandlung der ADHS kann das Selbstwertgefühl der Patienten deutlich stabilisieren, Versagensängste reduzieren und zu einem erfolgreichen beruflichen und persönlichen Lebensweg der Patienten beitragen.

Angebot

Da die Diagnostik für die Behandlung der zugrundeliegenden Störung entscheidend ist und von Differentialdiagnosen abgegrenzt werden muss, bieten wir eine ausführliche Diagnostik, die in der Regel 2-3 Termine umfasst. Therapeutisch bieten wir einen multimodalen Ansatz bestehend aus störungsspezifischen und transdiagnostischen Gruppentherapieangeboten, Psychoedukation, Ergotherapie und Pharmakotherapie an.