Harnblasenkarzinom
Bei Patient:innen mit Harnblasenkarzinom kann in bestimmten Fällen ein Organerhalt angestrebt und auf eine Entfernung der Harnblase verzichtet werden. Dieses Therapievorgehen heißt „Trimodale Therapie“. Sie besteht aus einer möglichst vollständigen endoskopischen Abtragung des Tumors (TUR-B) sowie einer anschließenden Radiochemotherapie. Bisherige Untersuchungsergebnisse weisen darauf hin, dass die „Trimodale Therapie“ ähnliche Behandlungsergebnisse erzielt wie eine radikale Operation. Dies gilt insbesondere für frühe muskelinvasive Tumoren ohne weitere Risikofaktoren.
Oligometastasierung
Die Oligometastasierung bezeichnet einen Erkrankungsstatus bei dem bereits Tochterabsiedlungen bzw. Metastasen des Tumors bestehen, allerdings nur in geringem Umfang (in der Regel maximal 5 Metastasen). Dies entweder im Rahmen der Erstdiagnose oder im Erkrankungsverlauf bei wenigen wachsenden Metastasen („Oligoprogress“). Je nach Erkrankungssituation kann zusätzlich zur Systemtherapie in solchen Fällen eine lokale, auf die Metastasen zielende Therapie sinnvoll sein und beispielsweise als „stereotaktische Strahlentherapie“ durchgeführt werden.
Palliative Strahlentherapie
Eine palliative Strahlentherapie verhindert oder lindert Beschwerden einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung, beispielsweise im Rahmen von Knochenmetastasen. Hier kann eine Strahlentherapie über einen kurzen Zeitraum mit guter Verträglichkeit erfolgen, um Schmerzen zu lindern und ggf. den Knochen zu stabilisieren. Ebenso kann eine palliative Strahlentherapie eingesetzt werden, um einen Blutverlust durch eine fortgeschrittene Tumorerkrankung zu reduzieren. Dies gilt beispielsweise für weit fortgeschrittene Harnblasenkarzinome oder Prostatakarzinome bei anhaltendem Blutverlust über den Urin.
Weitere Informationen zur Strahlentherapie
Weitere Informationen zur Strahlentherapie finden Sie auf der Webseite der Klinik für Strahlentherapie.

