Nierenzellkarzinom
Eine Strahlentherapie stellt in frühen Stadien des Nierenzellkarzinoms eine gute Therapieoption dar. Die Strahlentherapie wird dabei hochpräzise in wenigen einzelnen Sitzungen als „stereotaktische Strahlentherapie“ in der Regel nach einer Implantation von Goldmarkern am CyberKnife durchgeführt. Hierfür erfolgt eine enge Kooperation mit dem Saphir Radiochurgiezentrum Norddeutschland im Karl-Lennert-Zentrum des UKSH. Neueste Studiendaten zeigen eine sehr gute Tumorkontrolle bei guter Verträglichkeit. Daher findet diese Therapieform in internationalen Leitlinien bereits als Alternative Eingang sofern eine Operation nicht möglich oder gewünscht sein sollte.
Oligometastasierung
Die Oligometastasierung bezeichnet einen Erkrankungsstatus bei dem bereits Tochterabsiedlungen bzw. Metastasen des Tumors bestehen, allerdings nur in geringem Umfang (in der Regel maximal 5 Metastasen). Dies entweder im Rahmen der Erstdiagnose oder im Erkrankungsverlauf bei wenigen wachsenden Metastasen („Oligoprogress“). Je nach Erkrankungssituation kann zusätzlich zur Systemtherapie in solchen Fällen eine lokale, auf die Metastasen zielende Therapie sinnvoll sein und beispielsweise als „stereotaktische Strahlentherapie“ durchgeführt werden.
Palliative Strahlentherapie
Eine palliative Strahlentherapie verhindert oder lindert Beschwerden einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung, beispielsweise im Rahmen von Knochenmetastasen. Hier kann eine Strahlentherapie über einen kurzen Zeitraum mit guter Verträglichkeit erfolgen, um Schmerzen zu lindern und ggf. den Knochen zu stabilisieren. Ebenso kann eine palliative Strahlentherapie eingesetzt werden, um einen Blutverlust durch eine fortgeschrittene Tumorerkrankung zu reduzieren. Dies gilt beispielsweise für weit fortgeschrittene Harnblasenkarzinome oder Prostatakarzinome bei anhaltendem Blutverlust über den Urin.
Weitere Informationen zur Strahlentherapie
Weitere Informationen zur Strahlentherapie finden Sie auf der Webseite der Klinik für Strahlentherapie.

