ZIP Gespräch Ambulanz_AdobeStock © Prostock-studio_Banner_1240x400

Allgemeine Ambulanz Erwachsene

Was bieten wir an?

Zu Beginn unserer Behandlung finden orientierende Vorgespräche statt.  Im Rahmen von max. drei Orientierungsterminen nehmen wir uns Zeit, genauer mit Ihnen zu besprechen, welche psychischen Beeinträch­ti­gungen vorliegen und was ihr persön­­li­­cher Bedarf im Hinblick auf die weitere Behandlung ist. Gemeinsam mit Ihnen versuchen wir ein genaues Bild ihrer psychischen Erkrankung zu bekommen.

Hierzu führen wir ausführliche Gespräche und wenden bei Bedarf auch diagnostische Frage­bögen und Test-Verfahren an. Zusätzlich zu den psychotherapeutischen Gesprächen findet auch immer mindestens ein begleitender Arztkontakt statt, bei dem medizinische Aspekte Ihrer Erkrankung beurteilt werden und gegebenenfalls eine passende Medikation eingestellt wird.

Nur unter bestimmten Voraussetzungen können wir eine ambu­lante Anschlussbehandlung gewähr­leisten. Sollte es notwendig sein, ver­mitteln wir weiter in die stationäre Behandlung oder vermitteln die Aufnahme in eine unserer Tageskliniken. Auch helfen wir bei der Suche nach einem geeigneten Behandlungsangebot außerhalb des ZIP.

Der erste dieser Termine ist absolut verbindlich! Sollten Sie diesen versäumen, verfallen die Folgetermine. Darüber hinaus können die Therapeuten die Folgetermine in Absprache mit Ihnen absagen, falls für eine Weiter­behandlung keine Indikation bestehen sollte.

Wie erfolgt die Anmeldung im Ambulanzzentrum

Anmeldung/Abmeldung Ambulant für Erwachsene

Tel.: 0431 500-98501
E-Mail Anmeldung: ambulanzmanagement.zip.kiel@uksh.de
E-Mail Terminabsage: terminabsage.zip.kiel@uksh.de

Sprechzeiten Terminvergabe:
– Mo - Do: 8:30–12:00 Uhr und 13:00-14:30 Uhr
– Fr: 8:30–11:30 Uhr

Wir behandeln folgende Störungsbilder

  • Angst- und Zwangsstörungen

  • Autismusspektrumstörungen

  • Bipolare Störungen

  • Borderline -Persönlichkeitsstörung (BPS)

  • Demenz

  • Depression

  • Essstörungen

  • Persönlichkeitsstörungen

  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

  • Psychose

  • Psychosomatische Störungen

  • Somatorforme (körperbezogene Störungen)

  • Suchterkrankungen

  • Tourette-Syndrom

Psychotherapeutische Einzelgespräche

Psychotherapie ist eine Behandlung von psychischen („seelischen“) Erkrankungen mithilfe von wissenschaftlich anerkannten Verfahren. Psychische Erkrankungen können das Erleben, das Verhalten sowie das geistige und körperliche Wohlbefinden stark beeinträchtigen und zu hohem Leidensdruck führen. Psychotherapie funktioniert über das persönliche Gespräch. Damit die Therapie erfolgreich wird, ist es wichtig, dass Patientin bzw. Patient und Therapeutin bzw. Therapeut ein gutes “Team“ werden.

Um hilfreich sein zu können, brauchen die Therapeutin und der Therapeut detaillierte und ehrliche Informationen über das persönliche Erleben und Verhalten des Patienten, über die daraus entstehenden Schwierigkeiten, Ängste und Sorgen. Für eine wirksame Psychotherapie ist es sehr wichtig, dass Patient und Therapeut gemeinsam konkrete Ziele definieren, an deren Erreichung der Erfolg der Therapie gemessen werden kann.

In dem geschützten Rahmen der therapeutischen Einzelgespräche können das eigene Erleben und Verhalten, sowie Erfahrungen mit anderen Menschen thematisiert, erlebt und überdacht werden. Notwendige Veränderungen können ausprobiert und besprochen werden. Hierfür brauchen Patientinnen und Patienten eine grundlegende Bereitschaft. Psychotherapie kann man als intensive, gemeinsame Arbeit von Therapeut und Patient verstehen. Sie findet in der Regel einmal wöchentlich mit einer Gesprächsdauer von 50 Minuten statt. Zunächst erhalten unsere Patientinnen und Patienten ein individuell festgelegtes Kontingent an Sitzungen. Bei Bedarf kann die Therapie verlängert werden, die Entscheidung darüber wird in der Regel von dem gesamten Behandlungsteam getroffen.

Stützende Gespräche und begleitende Behandlung

Viele Patientinnen und Patienten benötigen im Rahmen einer chronischen psychischen Erkrankung regelmäßige stützende Kontakte und die Möglichkeit, sich konkrete Ratschläge für die Gestaltung des Alltags einzuholen. In begleitenden Gesprächen schauen unsere Therapeutinnen und Therapeuten gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten auf den langfristigen Verlauf einer psychischen Erkrankung und unterstützen bei einem selbstfürsorglichen Umgang und einer positiven Lebensgestaltung.

Auch kann es nötig sein, in regelmäßigen Abständen die Einstellung einer bestehenden Medikation und ihre Wirkung ärztlich zu überprüfen. Die Teilnahme an verschiedenen Gruppenangeboten unserer Institutsambulanz kann dieses Angebot bereichern.

Begleitende Behandlung findet in der Regel alle 3 bis 4 Wochen statt, manchmal können auch noch größere Abstände zwischen den Gesprächen sinnvoll sein. In regelmäßigen Abständen prüfen die Behandlungsteams, ob weiterhin Bedarf besteht.

Medikamentöse Behandlung

Die Basis aller Behandlungen in der Institutsambulanz ist die fachärztlich-psychiatrische Indikationsstellung zur Behandlung in der PIA und die Aufklärung zu medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten. Sollte eine medikamentöse Behandlung erforderlich sein, erfolgt diese leitlinienkonform durch Fachärzte für Psychiatrie und Fachärzte für Psychosomatik unter regelmäßiger Kontrolle der Laborparameter und Drug-Monitoring (Messung des Medikamentspiegels im Blut).

Auch wenn keine medikamentöse Behandlung erfolgt, findet mindestens einmal im Quartal ein ärztlicher Kontakt, der sogenannte ärztliche „Quartalstermin“ statt. Sollte dieser nicht wahrgenommen werden, behalten wir uns vor, die Therapie zu beenden, da in diesem Fall die ärztliche Überprüfung der Indikation einer (Weiter-)behandlung in der PIA nicht erfolgt.

Therapeutische Gruppen

Neben psychotherapeutischen Einzelgesprächen bieten wir auch Gruppentherapien an. Im Rahmen von Gruppentherapie-Sitzungen können Fertigkeiten und Kenntnisse erworben und vertieft werden, die für die Einzeltherapie hilfreich sind. Auch können soziale Interaktionen intensiver reflektiert und geübt werden, als dies in der alleinigen Einzeltherapie möglich ist.

Im Rahmen von Gruppentherapien begegnen sich Menschen mit ähnlichen Beschwerden, können durch den Austausch und die gemeinsame Therapieerfahrung Unterstützung und zusätzliches Verständnis erfahren. Der Kontakt mit anderen Betroffenen wird oft als hilfreich erlebt.

Das Spektrum unserer Gruppentherapie-Angebote reicht von psychoedukativen Gruppen über interaktive psychotherapeutische Gruppen bis hin zu verschiedenen Fertigkeitentrainings (Stressmanagement, Krisenbewältigung, Soziales Kompetenztraining u.ä.). Gruppentherapie kann im Ambulanzzentrum in der Regel nur in Kombination mit einer Einzeltherapie angeboten werden. Die Indikation für eine Gruppentherapie-Teilnahme stellt die/der Behandler in Abstimmung mit dem Patienten.

Nach stationärem Aufenthalt

Während eines (teil)-stationären Aufenthaltes in einer unserer Kliniken, kann sich herausstellen, dass eine ambulante psychiatrische und/oder psychotherapeutische Weiterbehandlung erforderlich ist. Wenn eine solche Behandlung nicht bereits durch niedergelassene Kollegen erfolgt und die Erkrankung durch Schwere, Komplexität oder Dauer einer multiprofessionellen Behandlung bedarf, erfolgt im Rahmen unseres klinischen Entlassmanagements eine Anmeldung in der Institutsambulanz.

Noch während des stationären Aufenthaltes erhalten die Patienten einen Termin für ein erstes Indikationsgespräch bei einem Facharzt in der Institutsambulanz. Dieser Termin findet zeitnah nach Entlassung statt und stellt die Voraussetzung für eine Weiterbehandlung in der PIA dar.

Bestätigt sich die Indikation, werden die Patientinnen und Patienten überbrückend ärztlich behandelt und bei Bedarf bereits in einer unserer Gruppen oder zur Bezugspflege angemeldet. Gleichzeitig werden Sie auf eine unserer störungsspezifischen Wartelisten geschrieben.

In Einzelfällen ist nach dem stationären Aufenthalt für einen Zeitraum von ungefähr zwei Monaten eine ambulante Nachbehandlung in Gruppen oder auch in Einzeltherapie durch die stationären Behandler möglich.

Ziel dieser überbrückenden Angebote ist es, den stationären Behandlungserfolg zu festigen, die medikamentöse Behandlung zu gewährleisten und Hilfestellung zu leisten, das Gelernte in den Alltag zu transferieren, bis eine geregelte Behandlung in der Institutsambulanz erfolgen kann.